Ein Tag in der Mäusegruppe

 

Geburtstag in der Mäusegruppe

 

Der Geburtstag ist für jedes Kind von großer Bedeutung. Darum wird dieser besondere Tag auch im Kindergarten gefeiert.

Kommt das Geburtstagskind morgens in den Kindergarten, wird es von allen Erzieherinnen und vielen Kindern begrüßt. Alle möchten gerne gratulieren. Jetzt hat das Geburtstagskind die Möglichkeit ausgiebig zu berichten: Hat es zu Hause schon gefeiert? Gab es Geschenke? usw.

Nach der Begrüßung beginnt der Tag wie immer mit der Freispielphase. Wie alle anderen Kinder auch, kann das Geburtstagskind selber entscheiden, wo und mit wem es spielen möchte.
Im Gruppenraum gibt es verschiedene Spielbereiche, wie z.B. einen Bauteppich mit unterschiedlichem Konstruktionsmaterial. Am Maltisch wird gemalt, gekleistert und gebastelt und auf unserem gemütlichem Sofa können sich die Kinder Bilderbücher ansehen oder einfach nur ausruhen. In unserem Nebenraum stehen viele Utensilien und Verkleidungen für ein tolles Rollenspiel zur Verfügung. Gesellschaftsspiele, Puzzle, Knete…die Kinder haben die freie Wahl.

Auch die Eingangshalle mit wechselnden Angeboten, wie z.B. ein Kasperletheater oder ein zusätzlicher Teppich mit Fahrzeugen oder Tieren, wird gerne genutzt.
Gelegenheit zum Bewegen und Toben bieten unsere Turnhalle und unser Außengelände. Auch diese Bereiche können die Kinder während des Freispiels in kleinen Gruppen mit drei bis vier Kindern nutzen.
Und auch das Frühstück darf nicht vergessen werden. Zwischen 8.15 Uhr und  9.45 Uhr können die Kinder in  unserem Bistro eine kleine Pause einlegen. Hier werden sie von einer Erzieherin erwartet, die ihnen gerne z.B. beim Obst schneiden, behilflich ist.

Jetzt ist es endlich soweit: das Geburtstagskind gibt das Signal zum Aufräumen und dann kann die Feier beginnen.

Alle Kinder treffen sich im Stuhlkreis. Das Geburtstagskind bekommt einen ganz besonderen Platz:
Es sitzt auf einem Geburtstagsthron und auf einem geschmückten Tisch vor ihm leuchten dem Alter entsprechend viele Kerzen. Neben ihm sitzen seine zwei Ehrengäste. Dies sind in der Regel die besten Freunde. Als besonderes Zeichen trägt das Geburtstagskind eine Krone.
Nun kommt eine Handpuppe zu Besuch: eine kleine Maus bringt einen Beutel. Hieraus darf das Geburtstagskind verschiedene Kärtchen ziehen, die den Ablauf der Feier vorgeben. Wir singen unterschiedliche Geburtstagslieder, wie z.B. das bekannte „Kräht der Hahn…“.  Außerdem lassen wir eine Rakete steigen und selbstverständlich gibt es auch ein dem Alter entsprechendes Geschenk.
Danach darf sich das Geburtstagskind ein Spiel wünschen. Das kann ein Kreisspiel, Fingerspiel oder einfach nur ein Lied sein. Hier entscheidet ganz allein das Geburtstagskind.
Zum Abschluss der Feier gibt es noch eine Überraschung für alle Kinder. In der Regel bringt das Geburtstagskind etwas mit, das jetzt gemeinsam gegessen wird. Das kann z.B. Kuchen, Quark, Obstspieße … sein. (Bitte keine Süßigkeiten.) Nachdem alle Kinder aufgegessen haben, sehen wir auf unserem Geburtstagskalender nach, wer als nächstes Geburtstag hat. Dann ist die Feier beendet.
Die verbleibende Zeit bis die Kinder abgeholt werden, bzw. zum Mittagessen gehen ,verbringen wir auf unserem Außenspielgelände.

Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich zu bewegen und auszutoben: klettern, rutschen, schaukeln…  Fahrzeuge, wie Roller, Trecker oder  Bobbycar stehen zur Verfügung und auch das Fußballspielen ist sehr beliebt. Der große Sandkasten lädt zum Kochen, Backen, Buddeln und Matschen ein.

Die Kinder, die mittags noch schlafen, treffen sich  gegen 12 Uhr zum gemeinsamen Mittagessen in der Froschgruppe. Dieses wird von zwei Erzieherinnen begleitet.

Alle anderen Kinder kommen um 12.30 Uhr im Bistro zum Essen zusammen.

 
Während die Jüngeren ihren Mittagsschlaf halten,  machen es sich die Größeren nach dem Essen in einem Gruppenraum gemütlich. Hier beginnt nun die Ruhephase und eine Erzieherin liest eine Geschichte oder ein Bilderbuch vor.
Im Anschluss spielen dann alle, um die schlafenden Kinder nicht zu stören, ruhig im Gruppenraum.
Ab 14 Uhr kann das Spiel auf den ganzen Kindergarten ausgeweitet werden, gegen 14.30 Uhr endet für viele  Kinder dieser Kindergartentag.
Alle anderen genießen jetzt die ruhigere Atmosphäre. Eine gemütliche „Knusperpause“ mit Obst, Rohkost und Getränken wird gegen 15 Uhr angeboten
Je nach Wetterlage wird dann nochmals das Außengelände aufgesucht und um 16.30 Uhr werden alle Kinder abgeholt.

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Ein Kitatag in der Froschgruppe!

(aus der Sicht eines Kindes)

 

Hallo, ich heiße Max und bin 2 Jahre alt. Seit einem Jahr gehe ich in die Froschgruppe. Früh am Morgen werde ich in den Kindergarten „St. Johannes in Milte“ gebracht. Im Flur habe ich einen eigenen Haken mit meinem Foto an der Garderobe. Dort sind auch Fächer für meine Jacke, meine Schuhe und meine Kita-Tasche. Meine Erzieherinnen sind schon in der Gruppe und begrüßen meine Mama und mich persönlich. Ich sage ihnen „Guten Morgen“ und überlege, was ich spielen möchte.

 

Jedes Kind wird persönlich begrüßt.

In dieser Zeit haben Eltern und Erzieherin die Möglichkeit, ein Gespräch zwischen „Tür und Angel" zu führen. Hierbei werden wichtige Informationen weitergegeben. Es ist uns wichtig, den jüngeren Kindern einen sanften Übergang von der Familie in die Gruppe zu ermöglichen. Daher nehmen wir uns Zeit zur Begrüßung, zum Empfang des Kindes und zum Lösen des Kindes von den Eltern sowie für individuelle Abschiedsrituale. Für die Kinder ist es wichtig, sich bewusst zu verabschieden und bei Bedarf jemanden zum Trösten vorzufinden. Bis alle Kinder in der Gruppe angekommen sind, können die Kinder freispielen, malen oder z.B. in der Puppenecke kochen. Bei Bedarf werden ihnen kleinere Spielimpulse gegeben.

 

Ich höre die Glocke läuten, daraufhin laufen wir gemeinsam in den Waschraum, um unsere Hände zu waschen. Kann ich eine Überschwemmung machen, ohne dass es jemand merkt? Ich weiß jetzt schon, wie ich die Seife aus dem Spender bekomme und mein Handtuch hängt da, wo mein Foto ist. Danach laufe ich sofort zu meinem Haken, um meine Tasche zu holen. Manchmal helfe ich vorher noch, den Tisch zu decken. Am Frühstückstisch suche ich mir einen Stuhl aus und hänge meine Tasche über die Stuhllehne. Bevor wir anfangen zu frühstücken, sprechen wir gemeinsam den Frühstücksspruch: „Die kleine Raupe Nimmersatt“. Nach dem Spruch legen wir alle unser Frühstück aus unseren Dosen auf die Teller. Jetzt muss ich mir überlegen, was ich trinken möchte. Ich glaube, heute möchte ich Wasser und keinen Tee. Eine meiner Erzieherinnen schneidet uns oft Obst und Gemüse klein, welches wir Kinder zusätzlich frühstücken können. Sobald ich satt bin, packe ich meine Dose wieder in meine Tasche und räume meinen Teller und die Tasse weg. Meine Tasche hänge ich wieder an den Haken und gehe noch schnell Hände waschen, bevor ich mir in der Gruppe wieder etwas zum Spielen aussuche.

 

Hände waschen und gemeinsames Frühstück. Dabei lernen schon die Jüngsten diesen komplexen Ablauf kennen und verstehen: Wasserhahn aufdrehen- Seifenspender betätigen- Seife in den Händen verreiben und abspülen- Wasserhahn schließen- Hände am eigenen Handtuch abtrocknen. Der weitere Tagesablauf ist variabel und orientiert sich weitgehend an den Bedürfnissen der Kinder.

Das Frühstück wird von uns vorbereitet und beginnt um ca. 9.00 Uhr. Die Kinder sitzen gemeinsam mit uns am Tisch. Täglich treffen wir uns zum gemeinsamen Frühstück. Der immer gleichbleibende Ablauf gibt den Kindern Sicherheit und Struktur. Die Tischgemeinschaft gibt ihnen Gelegenheit, sich wohlzufühlen, füreinander zu sorgen, sich zu unterhalten, die Geselligkeit zu genießen, miteinander zu teilen, Vorbild zu sein oder sich an anderen zu orientieren sowie eine altersgemäße Esskultur zu erlernen. Die Kinder bekommen täglich die Möglichkeit, Obst und Gemüse zu probieren. Sie packen selbstständig ihr Frühstück aus und räumen nach der Mahlzeit Teller und Tasse wieder ab. Sie entscheiden selbst, was und wieviel sie essen und trinken möchten oder wie lange sie frühstücken.

 

Manchmal hat meine Erzieherin eine Spielidee und manchmal gehe ich direkt zu meinen Freunden. Oft interessiert es mich auch, was im Nebenraum passiert, was die Kinder bauen, welches Buch vorgelesen wird oder was im Flur los ist. Oder ich sitze auf dem Teppich und schaue den anderen Kindern zu.

 

In der Zeit des Freispiels haben die Kinder Zeit, anzukommen. Dies ist besonders wichtig, da in manchen Familien schon am Morgen der "Stress" beginnt. Die Freispielzeit nimmt einen großen Teil des Tages ein. Das Kind kann selbst entscheiden, was es tun möchte: spielen, zuschauen, krabbeln, malen, sich hochziehen, … wo es spielen möchte: auf dem Teppich, im Nebenraum, unter dem Tisch, auf dem Podest, ...mit wem es spielen möchte: alleine, mit anderen Kindern oder mit der Erzieherin und wie das Spiel aussehen soll. Es bietet den Kindern viele Möglichkeiten: Es gibt ihnen die Chance, die Umwelt zu entdecken und neue Erkenntnisse zu sammeln. Kinder lernen, mit Konflikten umzugehen und durch gezielte Hilfestellung, Lösungen zu finden. Sie werden befähigt, eigene Bedürfnisse zu erkennen. Es bietet Freiraum, sich darin auszuprobieren. Kleben, Matschen, Schneiden, Malen und andere Formen des sich Ausdrückens können ausgiebig genutzt werden.

 

Angebote oder Spielimpulse durch die Erzieherin fordern Kinder zum Lernen heraus. Sie haben Spaß am Experimentieren und Ausprobieren. Die Neugier und das Interesse der Kinder werden angeregt. Zurückhaltende Kinder können durch Beobachten an den angebotenen Spielimpulsen teilnehmen, bis sie sich selbst zutrauen, aktiv zu werden.

 

Ich habe „AA“ gemacht! Riecht man schon was? Oh!! Meine Erzieherin guckt mich an und fragt schon. Ich nicke und laufe zu ihr. Gemeinsam gehen wir in den Wickelraum und ich kann schon ganz allein auf den Wickeltisch klettern. Auf meiner Wickelkiste ist ein Foto von mir. Diese Kiste kann ich schon allein aufmachen und mein Handtuch, die Feuchttücher und eine Windel herausnehmen. Oh jetzt singt meine Erzieherin mit mir bestimmt wieder das Froschlied – das höre ich besonders gern.

 

Viele Kinder können schon ohne Hilfe den Wickeltisch über eine kleine Treppe erklimmen. Sie kennen ihr eigenes Fach, in dem Windeln, Feuchttücher und ein Handtuch aufbewahrt werden. Jedes Kind bekommt eine individuelle Betreuung und die ungeteilte Aufmerksamkeit der Erzieherin. Alle Handlungen werden feinfühlig sprachlich begleitet, um die Sprachbildung zu fördern. Dies ist in besonderem Maße wichtig bei Kindern, die noch nicht sprechen. Pflegesituationen sind für uns immer auch Beziehungssituationen, um die Verständigung auszubauen und zu festigen. In dem geschützten Raum der Zweisamkeit fällt es leichter, mit Mimik und Gestik zu spielen. Das Kind versteht besser, was gemeint ist und kann seinerseits mimisch und gestisch antworten. Dies vermittelt dem Kind Geborgenheit und Vertrauen und trägt dazu bei, dass es sich in der Wickelsituation wohl fühlt. Es ist eine Einzelzuwendung mit Zeit für nette Worte und dem Respekt vor der Intimsphäre des Kindes. Die älteren Kinder benutzen die Toilette. Der Impuls des Kindes, auf die Toilette zu gehen, wird aufmerksam von den Erzieherinnen wahrgenommen und liebevoll unterstützt, bis das Kind sich auch von selbst traut, die kleinkindgerechte Toilette zu benutzen. Von Bedeutung ist auch hier die Vorbildfunktion der anderen Kinder.

 

 

Meine Erzieherinnen fangen an, das „Aufräumlied“ zu singen. In der zweiten Runde singe ich auch mit. Heute habe ich mit den Autos gespielt, also muss ich die Autos wieder in die grüne Kiste legen. Danach darf ich zum Treffpunkt auf den grünen Teppich. Ich setzte mich am liebsten auf den blauen Punkt.

Jetzt gucken wir, wer alles da ist und wer fehlt. Dann singen wir unser „Guten Morgen“ Lied und vielleicht machen wir heute das tolle Fingerspiel von gestern noch einmal. Bestimmt kann ich mir auch mein Lieblingslied wünschen. Oh ja, das Lied von der Schnecke, das kann ich besonders gut. Danach gehen wir bestimmt noch nach draußen. Dafür muss ich gleich schon mal meine Stopper Socken ausziehen.

 

Wir treffen uns morgens gegen 10:30 Uhr zum gemeinsamen Morgenkreis mit Liedern, Fingerspielen und Zeit zum Erzählen. Ziel ist es, Gemeinschaft zu erleben und die Kinder zu sensibilisieren, wer da ist oder warum jemand fehlt. So bekommen die Kinder ein Gruppengefühl und es bildet sich ein soziales Miteinander. Hier besteht auch die Möglichkeit, gemeinsam Feste zu feiern oder Themen zu besprechen, wie z.B. in der Adventszeit.

 

Die Spielzeit im Garten ist immer spannend und überall gibt es Neues zu entdecken. Doch vorher muss ich noch meine Jacke und meine Gummistiefel anziehen. Durch den Jackentrick, den ich mir von Moritz abgeguckt habe, kann ich schon ganz allein meine Jacke anziehen. Ich brauche nur noch Hilfe bei dem Zumachen. Wenn ich mich angezogen habe setzte ich mich auf den Teppich im Flur und warte, dass eine Erzieherin mit uns nach draußen geht. Jetzt zieht sie sich ihre Jacke an, dass heißt, es geht sofort los. Ich möchte so gerne Trecker fahren und im Sand spielen! 

 

Hinaus zu gehen, in die Natur, in den Sandkasten, den Wind spüren, im Sand buddeln und den Regen zu erleben. Kinder im Alter von 0-3 Jahren brauchen Räume, die ihnen sowohl Möglichkeiten zur Exploration als auch Geborgenheit anbieten. Im freien Spiel setzen sich Kinder mit der Welt auseinander, erkunden, probieren Dinge aus, variieren sie und kombinieren sie neu. Wir möchten ihnen alles anbieten, was ihnen Freude und Spaß bereitet und was ihre Entwicklung unterstützt. Dabei orientiert sich unsere pädagogische Arbeit am Erfahrungs- und Entwicklungsstand der Kinder. Bedürfnisse und Interessen des einzelnen Kindes feinfühlig zu erkennen, es mit seinen Stärken und Schwächen ernst zu nehmen und seine Entwicklungsschritte zu unterstützen und zu begleiten, empfinden wir als unsere wichtigsten Aufgaben. Wir sind im Kindergarten der sichere Hafen, aktive Mitspieler oder Impulsgeber.

 

 

Jetzt freue ich mich auf das Mittagessen in unserer Gruppe. Aufgeräumt habe ich schon. Ich verabschiede mich noch schnell von Moritz, denn der wird schon vor dem Mittagessen von seiner Oma abgeholt. Ich wasche schnell meine Hände und setze mich auf meinen Platz. Der Tisch ist gedeckt und wir entscheiden zusammen, was wir singen. Das Mittagessen schmeckt mir sehr gut, ich probiere auch das Gemüse. MMhhhh!!! Zusammen essen ist schön!

 

Gegen 12:00 Uhr findet das Mittagessen statt. Wir singen mit den Kindern am Tisch ein Lied und wünschen uns einen "Guten Appetit". Das Essen soll als Genuss mit allen Sinnen und in Ruhe erlebt werden. Hierbei ist es uns wichtig, dass die Kinder selbständiges Essen erlernen und eine angenehme, familienähnliche Atmosphäre beim Essen erleben. Wir beziehen die Kinder in die täglichen Belange des Lebens ein, indem sie sich z.B. eigenständig das Essen auftun lassen. Dabei stehen wir ihnen nur soweit zur Seite, wie sie Aktionen noch nicht allein bewältigen können und geben ihnen Methoden an die Hand, z.B. durch Vormachen (=Lernen am Modell). Wir zeigen ihnen Wege auf, wie sie Tätigkeiten selbst ausführen können. Das Essen in der Gruppe ist sehr wichtig, weil es den Gemeinschaftssinn fördert und einen entscheidenden Beitrag für das Sozialverhalten liefert. Nach den Mahlzeiten erfahren die Kinder das gemeinsame Händewaschen als Ritual.

 

Wenn Mutter, Vater oder z.B. Großeltern zum Abholen kommen, gibt es noch einmal Zeit, um wichtige Informationen vom Tag des Kindes weiterzugeben, so dass sich die Eltern einbezogen wissen, da manche Kinder noch nicht selbst erzählen können. Jederzeit besteht für Eltern die Möglichkeit, Fragen zu stellen oder mit Problemen zu uns zu kommen. An der Informationswand im Flur der Gruppe finden Eltern zusätzlich Informationen, über anstehende Termine, aktuelle Krankheiten oder das Tagesgeschehen.

 

Jetzt ziehe ich mich aus und geh zum Schlafen! Meine Mama kommt erst später.

 

Einige Kinder ziehen sich selbstständig, bzw. mit Hilfestellung aus, legen ihre Kleidung in ihr eigenes Fach und gehen in ihr Bett.

 

Jetzt bin ich müde und möchte nur noch schlafen! Wo sind mein Schnuller und mein Kuscheltier? Da - sie liegen schon in meinem Bett!

 

Zur Ruhe kommen, schlafen und sich erholen! Das Ausruhen nach dem Mittagessen ist ein fester Bestandteil in unserem Tagesablauf, d.h. jedes Kind nutzt den Mittagsschlaf zum eigenen Wohlbefinden, bzw. um körperlich und geistig zur Ruhe zu kommen. Eine Erzieherin bleibt so lange im Raum. Für viele Kinder ist es eine Wohltat, sich direkt nach dem Mittagessen ausruhen und einschlafen zu können und nicht auf dem Weg nach Hause einzunicken. Je nach Bedarf des einzelnen Kindes kann die Länge der Schlafphase variieren, wir respektieren dies und wecken die Kinder daher nicht nach einer bestimmten Zeit. Jedes Kind hat seinen eigenen festen Schlafplatz, mitgebrachte Kuscheltiere, Schnuller, usw. erleichtern das Einschlafen. Die Schlafsituation wird von den Erzieherinnen begleitet und individuell gestaltet. Kinder, die aufwachen, gehen in den Gruppenraum und werden dort zum Kuscheln und "wach werden“ angenommen. Sind sie richtig wach geworden, haben sie Zeit, sich selbstständig anzuziehen. Von 14:00 bis 14.30 haben die Eltern die Möglichkeit, ihr Kind in der Gruppe abzuholen. Auch jetzt bleibt wieder Zeit, um Informationen auszutauschen und die Eltern so am Geschehen des Tages teilnehmen zu lassen. Während dieser Zeit können die Kinder im Gruppenraum leise spielen, da evtl. noch einige Kinder schlafen. Eltern, deren Kinder noch schlafen, setzen sich zu uns in den Gruppenraum oder wecken ihre Kinder selbst.

 

 

Ich bin wieder wach und habe Hunger – Trinkpause! Jetzt kann ich mich mit Wasser und einer Zwischenmahlzeit stärken, z.B. Obst, Gemüse oder etwas aus meiner Dose. Danach gucke ich mir noch das Buch an, das ich entdeckt habe oder gehe nach draußen. Ich finde es schön, dass jetzt weniger Kinder da sind und ich das Bobbycar nicht teilen muss. Vielleicht kann ich nochmal das Puzzle mit dem Bagger machen oder, oder, oder...schnell geht der Nachmittag vorbei. Als ich aus dem Fenster schaue, sehe ich schon, dass Mama kommt. Juhu, Papa ist heute auch mit dabei. Ich winke am Fenster und laufe ihnen bis zur Tür entgegen.

 

DAS WAR HEUTE EIN SCHÖNER TAG

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Der Turntag bei dem Schmetterlingen

An unserem Turntag treffen wir uns morgens in unserer Gruppe. Nach und nach werden alle Kinder gebracht und treffen sich in der Gruppe zum freien Spiel. Um 8:15 Uhr geht ein Kind mit unserer Klingel durch die Gruppe und läutet das Aufräumen ein. Alle Kinder räumen gemeinsam ihre Spielecken auf, gehen in den Flur und ziehen sich an. Am Turntag hat jedes Kind zusätzlich zu seiner Kindergartentasche auch einen Turnbeutel dabei, in dem sich sein Turnzeug und eine Wasserflasche befindet. Mit dem Turnbeutel auf dem Rücken treffen wir uns wieder im Gruppenraum und schauen gemeinsam welche Kinder heute da sind und wer fehlt. Jetzt kann es losgehen! Jedes Kind sucht sich einen Partner und wir machen uns als lange Schlange auf den Weg zur Turnhalle der Grundschule. An der Turnhalle angekommen, ziehen sich alle Kinder ihr Sportzeug an und man merkt wie ihnen das nach und nach immer selbstständiger gelingt. Alle fertig? Dann geht die Tür zur Halle auf und es heißt erstmal eine Runde rennen, denn das ist doch das erste Bedürfnis, wenn man die große Halle vor sich sieht.

Jeder Turntag steht unter einem Thema, der die Fantasie und die Begeisterung der Kinder anregen soll, manchmal passend zum Gruppenthema oder zur Jahreszeit und manchmal auch vollkommen frei und nach Wünschen der Kinder gestaltet. Wir beginnen immer mit dem Aufwärmen, durch lustige Spiele und Übungen, treten die Kinder in Kontakt zu anderen Kindern, fördern unbewusst verschiedenste motorische Bereiche und wärmen gleichzeitig ihre Muskeln auf. Danach haben die Kinder eine kurze Pause zum Entspannen und um etwas zu trinken, gleichzeitig bauen wir Erzieherinnen verschiedene Bewegungslandschaften in der großen Turnhalle auf. Hierbei achten wir sehr darauf das die Bewegungslandschaften unterschiedliche Schweregrade haben und somit für alle Altersstufen unserer Gruppe etwas Ansprechendes dabei ist.   Nach kurzer Erklärung einer Erzieherin, bei der alle Bewegungslandschaften einen Namen zum Turnthema bekommen und bei der die wichtigen Sicherheitsregeln mit den Kindern besprochen werden, dürfen die Kinder starten. Selbstbestimmt erobern sie nun die Turnhalle und erproben, erweitern und verfeinern motorische Abläufe/ Fähigkeiten und das eigene Körpergefühl und meistern Herausforderungen. Nach langem Ausprobieren und Bewegen kündigt die Trommel uns hier in der Turnhalle das Aufräumen an. Nachdem wir Erzieherinnen die großen Geräte abgebaut haben, heißt es nun für die Kinder schnell mit anpacken und gemeinsam die Turnhalle für unser Abschlussspiel aufzuräumen. Gemeinsam klappt das auch ganz schnell! Je nach Stimmung der Kinder powern wir uns zum Ende noch mal richtig aus oder lassen unsere Turnstunde durch ein schönes Entspannungsspiel ausklingen.

Jetzt haben wir aber auch Hunger! Nun wird sich schnell umgezogen und es geht zurück in den Kindergarten. Beim anschließenden gemeinsamen Frühstück können sich die Kinder nun wieder stärken, zur Ruhe kommen und erleben auch hier nochmal ein schönes Gemeinschaftsgefühl in gemütlicher Runde.

Die Zeit bis zum Mittagessen verbringen wir dann noch auf dem Außengelände unseres Kindergartens (bei Regen wird in der Gruppe weitergespielt). Nach und nach werden nun auch einige Kinder abgeholt. Für die übrigen Kinder endet die Freispielzeit dann um 12:15 Uhr, wir räumen wieder gemeinsam auf und gehen vom Spielplatz zu unserer Gruppe ins Pfarrheim zurück um unsere Rucksäcke zu holen. Dann geht´s auf in den Kindergarten zum Mittagessen. Langsam haben auch alle Hunger. Wir hängen unsere Rucksäcke und Jacken an unsere Garderobe im Kindergarten, auch unsere Schuhe haben da ihren genauen Platz. Jetzt noch die Stoppersocken an, Hände waschen und dann treffen wir uns auch schon mit den Mäusekindern im Bistro, hier riecht es schon so gut! Jedes Kind sucht sich nun eigenständig einen Platz an den kleinen Tischgruppen, gerne mischen sich nun beide Gruppen. Nach dem Beten und dem gemeinsamen Tischspruch, bei dem sich alle Kinder an die Hände fassen und sich einen guten Appetit wünschen, werden die Schüsseln mit dem Essen auf den Tischen verteilt. Nun nehmen sich die Kinder eigenständig das Essen auf ihre Teller. Es ist dabei schön zu beobachten wie sie sich von Mittagessen zu Mittagessen immer besser absprechen, sich gegenseitig helfen und aufeinander achten. Nun beginnen auch in entspannter Atmosphäre kleine Tischgespräche und wir genießen unser Mittagessen.

Jetzt, beim Nachtisch, unterhalten wir uns schonmal darüber wer heute Nachmittag wo spielen möchte. Wer möchte gerne in der Mäusegruppe spielen und wer möchte gerne rübergehen in die Schmetterlingsgruppe? Jetzt teilen wir uns nach dieser Entscheidung in zwei Gruppen auf und lesen nach diesem aufregenden Morgen erstmal ein schönes Buch, kommen etwas zur Ruhe und tanken neue Energie für den Nachmittag.

Mit neuer Power verteilen sich die Kinder nun auf die beiden Gruppen. Nachmittags haben die Kinder nun die Chance mit weniger Kindern die Gruppe zu erobern. Sie genießen es an Werken von morgens weiterbauen zu können oder die Puppenecken mit ihren besten Freunden mal für sich alleine zu haben. Durch die begrenzte Anzahl an Kindern ergeben sich nachmittags oft nochmal ganz andere Freundschaften und auch Kinder, die sich manchmal morgens schwer tun Kontakt zu anderen Kindern zu gekommen, blühen nachmittags regelrecht auf und werden dann viel mutiger. Bei gutem Wetter genießen wir nochmal die Sonne auf unserem Spielplatz und dann ist der Nachmittag auch schon wieder um.