Maßnahmen, die dem Schutz dienen

 

 

Liebe Mitchristen!

 

Die ersten Lockerungen des öffentlichen Lebens in Zeiten der Corona-Pandemie freuen uns: Spielplätze können wieder betreten werden, Schulen und Kindertageseinrichtungen nehmen schrittweise den Betrieb wieder auf, Gottesdienste können in einem eingeschränkten Rahmen gefeiert werden. Dennoch befinden wir uns nach wie vor in Hab-Acht-Stellung. Darum erfolgt hier der Hinweis, wie wir die Möglichkeiten, gemeinsam Gottesdienste zu feiern, umgehen.

 

Noch bleibt es bei dem Wenigen, das wir vermögen - so, wie es einst Hilde Domin in nur wenigen Worten zu sagen vermochte:

 

Nicht müde werden

 

Nicht müde werden

sondern dem Wunder

leise

wie einem Vogel 

die Hand hinhalten.

 

Hier nun gebe ich die für unsere Kirchengemeinde relevanten Punkte hier wieder:

 

Gottesdienste

 

Die Sonntagsgottesdienste finden zu den bekannten Zeiten statt: die Vorabendgottesdienste am Samstag um 17.00 Uhr in Milte und um 18.30 Uhr in Einen sowie am Sonntag um 09.00 Uhr in Milte und um 10.30 Uhr in Einen. In beiden Kirchen feiern wir wieder die Eucharistie an den Sonn- und Werktagen.

Wir möchten folgende Hinweise für die Teilnahme an den Gottesdiensten weitergeben:

Wer kann an den Gottesdiensten teilnehmen?

 

  • Wir empfehlen eine vorherige Anmeldung zu den Sonntagsgottesdiensten. Einerseits können Sie auf diese Weise sicher gehen, dass Sie einen Platz erhalten. Andererseits tragen Sie so zur guten Vorbereitung bei.

 

Wie kann ich mich anmelden?

  • Anmeldungen für einen Sonntagsgottesdienst sollten bis Freitag 11 Uhr geschehen. 
  • Es gibt nur dann eine Rückmeldung von uns, wenn die zulässige Teilnehmerzahl überschritten ist, und Ihr Teilnahme-Wunsch am gewünschten Gottesdienst nicht erfüllt werden kann.

 

Wie viele Personen dürfen an einem Gottesdienst teilnehmen?

  • In den Kirchen sind jeweils 20 Plätze gekennzeichnet. Familien, Ehepaare und Menschen, die in einem Haushalt leben, können nebeneinander sitzen. Aus diesem Grund kann die Teilnehmerzahl auch höher sein, als die Richtgröße von 20 erst einmal hergibt.

 

Welche Verhaltensregeln gelten für die Gottesdienstbesucher?

  • Einlass zum Gottesdienst ist erst 15 Minuten vor Beginn.
  • Bei allen Wegen in der Kirche sind die Abstandsregeln einzuhalten.
  • Bitte nutzen Sie folgende Eingänge: für Einen den Haupteingang zur neuen Kirche, für Milte den Seiteneingang vom Kirchplatz aus (nicht den Turmeingang).
  • Am Ein- und Ausgang der Kirche sollte die Handdesinfektion verpflichtend sein.
  • Da wir aus dem Gotteslob singen, wird darauf hingewiesen, dass Sie das Buch im Anschluss an den Gottesdienst in der Bank liegen lassen können. Alle Bücher werden in eine gesonderte Kiste genommen und für 72 Stunden in Quarantäne genommen.
  • Im Gottesdienst erklärt der Zelebrant die jeweilige Kommunionordnung. Mundkommunion ist derzeit nicht zulässig. Die Spendung der Kommunion findet ohne Dialog statt.
  • Personen, die den Mund-Nasen-Schutz tragen möchten, können diesen auch während des Gottesdienstes tragen. Bitte beachten Sie, dass ein Mundschutz in keinem Fall den einzuhaltenden Mindestabstand ersetzt.
  • Auf Weihwasser wird weiterhin verzichtet. Der Friedensgruß erfolgt ohne Körperkontakt.
  • Messdiener und Kommunionhelfer werden derzeit nicht in unseren Gottesdiensten eingesetzt. Wir freuen uns aber über ältere Messdiener, die den Ordnerdienst übernehmen.
  • Die Kollekten werden am Ausgang gehalten. Dort werden Kollekten-Körbchen stehen.

 

Bis wann gelten diese Regeln?

Zur Zeit können wir nicht absehen, bis wann wir unter diesen Einschränkungen Gottesdienst feiern können. Sobald wir erste Erfahrungen gemacht haben oder es Änderungen der Auflagen von Seiten des Bistums oder staatlicher Behörden gibt, werden wir die jetzt geltenden Regeln überprüfen und gegebenenfalls anpassen. 

 

 

Dazu laden wir Sie herzlich ein …

 

Seelsorge

 

Tragen Sie Sorge für sich und andere Menschen. Die Krise verändert unser Leben. Denn das Lebensgefühl schwankt derzeit zwischen Nicht-Glauben-Können und Sich-Ängstigen, zwischen Kontrollverlusten verschiedenster Art (siehe: Hamsterkäufe, Aktivismus, Hysterie, …) und gespielter Coolness, von Kampf um das eigene Recht zu Unverständnis und Schuldzuweisung. Achten Sie auf sich, wenn Sie das alles „ein wenig“ mitnimmt.

 

Holen Sie wiederholt Atem im Alltag, entschleunigen Sie das Tempo. Suchen Sie Ruhe im Gebet, in der Meditation, im wiederholten Zuspruch, in einem Segenswort. Eine Quelle der Inspiration ist die Heilige Schrift. Leben wir beispielsweise das Wort Gottes: „Behüte mich Gott, ich vertraue dir.“ (Psalm 16). Gott wird uns in allem den Weg weisen.

 

Gerne verweise ich an dieser Stelle auf die Hinweise aus der Feder von Gudrun Sailer (Radio Vatican)

 

Lernen wir zu verstehen:

Das hier ist ein Kampf gegen unsere Gewohnheiten

und nicht gegen einen Virus.

Das hier ist die Chance, einen Notfall

in einen Wettkampf der Solidarität zu verwandeln.

Ändern wir unsere Art zu sehen und zu denken.

Nicht mehr: "Ich habe Angst, mich anzustecken"

oder "Ich habe keine Angst, mich anzustecken",

sondern: wir sind diejenigen, die die ANDEREN schützen.

 

Du bist mir wichtig.

* Ich halte für dich Abstand.

* Ich wasche meine Hände - für dich.

* Ich streiche die Reise - für dich.

* Ich verzichte auf das Konzert - für dich.

* Ich gehe nicht ins Einkaufszentrum - für dich.

* Für dich.

* Für dich, der du auf der Intensivstation liegst.

* Für dich, der du alt und gefährdet bist, dessen Leben aber        genauso wertvoll ist wie meines.

* Für dich, der du gegen den Krebs kämpfst und jetzt nicht auch noch dagegen kämpfen kannst.

 

Bitte: Heben wir den Blick.

 

Ich hoffe, dass die Solidarität nicht stehen bleibt.

 

Alles andere ist unwichtig.

 

 

Geöffnete Kirchen

 

Die Kirchen sind (so lange es von staatlicher Seite keine anderen Weisungen gibt) als Orte für das persönliche Gebet geöffnet.

 

Gottesdienste via Internet

 

Gerne weisen wir Sie auf die Gottesdienstübertragungen im Fernsehen, Radio oder Internet hin. Täglich wird um 08.00 Uhr die Feier der heiligen Messe aus dem St.-Paulus-Dom und um 18.00 Uhr die Feier der heiligen Messe aus der Lamberti-Kirche in Münster im Internet übertragen: www.bistum-muenster.de.

Ebenso wird (ab dem 18. März) von montags bis samstags um 11.30 Uhr und als Vorabendmesse am Sonnabend um 18.30 Uhr die Messe aus der Marienbasilika (Kevelaer) über www.ewtn.de übertragen. An jedem Sonntag feiert Bischof Dr. Felix Genn um 11.00 Uhr im St.-Paulus-Dom eine heilige Messe, die ebenfalls übertragen wird.

 

Netzwerk Gottesdienst

 

Die Initiative "Netzwerk Gottesdienst" bietet Modelle für Hausgottesdienste, die während der Corona-Pandemie mit der Familie, den Mitbewohnern des Haushalts oder auch alleine gefeiert werden können. Jedes Modell wird zeitnah aufgeschaltet und bietet eine Einstimmung in die Feier, Überleitungen zu Gebeten, Impulsfragen für "Ihre ganz persönliche Predigt", aktuelle Fürbitten, ggf. eine Segnung, wenn der liturgische Tag oder das Brauchtum es nahelegen, eine Segensbitte, Liedvorschläge u.a.m. 

 

Darüber hinaus gibt es auch Modelle für die Feier mit Kindern oder als Einzelperson.

 

 

Randnotiz: Sonntagspflicht?

 

Bischof Dr. Felix Genn ist es in diesem Zusammenhang wichtig darauf hinzuweisen, dass die Gläubigen unter den derzeitigen Umständen von der Sonntagspflicht befreit sind. Nehmen Sie auch gerne die folgenden Möglichkeiten wahr, die in einem Artikel beschrieben sind: Kirche trotz Corona: So kann man weiter am Glaubensleben teilnehmen.

 

 

Für die kommenden Tage und Wochen

gelte Ihnen dieses Wort

aus dem Buch Numeri (Num 6,24-26):

 

Der HERR segne dich und behüte dich.

Der HERR lasse sein Angesicht über dich leuchten

und sei dir gnädig.

Der HERR wende sein Angesicht dir zu

und schenke dir Frieden.

 

Pfr. Rainer Hermes